Korsika mit Hund(en)

Korsika – mit Womo und Hund(en)

Korsika – die Schönste. Wenn Du einmal auf dieser wunderschönen Insel gewesen bist, willst Du unbedingt wieder kommen, wetten?

La Kalliste – die Schönste, das ist Korsika

Nicht ohne Grund, nannten die alten Griechen Korsika „La Kalliste“ – die Schönste. Die landschaftliche Schönheit ist wirklich einmalig und super abwechslungsreich. Surfen, SUPén, Wandern, Bergsteigen, Schnorcheln, Baden, Kultur……… Auf Korsika kommt jeder auf seine Kosten. Auf Sonnenanbeter warten tolle Strände und Buchten, Wanderer bekommen die schönsten Wanderstrecken und Abenteurer werden mit dem wilden Korsika ihre helle Freude haben. Es ist mir eine Ehre, euch dieses Schmuckstück vorstellen zu dürfen. Aber Pssst, erzählt es nicht jedem weiter. Korsika ist nur etwas für besondere Menschen. Lies und staune…..

Das Wanderparadies Korsika

Korsika hat sich auf Wanderurlauber eingestellt und verfügt über sehr gut ausgebaute und wunderschöne Fernwanderwege. Legendär ist der alpine GR 20 – der Traum eines jeden Fernwanderers. Aber auch die etwas „leichteren“ Alternativen reizen mich total und stehen bereits auf meiner „Corse to do Liste“:

Wandern auf Korsika – ein Träumchen

  • Mare a Mare Nord und Mare a Mare Süd Dieser Fernwanderwege führen über 6 bzw. 10 Etappen durch durch Mittelgebirgslandschaft, Wälder, duftende Macchia und idyllische Dörfer und wilde Natur. Insgesamt müssen 4000 bzw. 6000 Höhenmeter überwunden werden.  Übernachtungen sollte man vorab buchen, bzw. erfragen, ob Hund(e) erlaubt sind. Ggf. auf zelten einstellen.
  • Mare et Monti Nord und Mare et Monti Süd über 5 bzw. 10 Etappen erstrecken sich diese gut begehbaren Fernwanderwege quer durch Korsikas Traumlandschaft.

Das Badeparadies Korsika

Im Landesinneren:

Nicht nur im Meer auch in wunderschönen Badegumpen, kannst du auf Korsika baden. Im glasklaren, sauberen Wasser. In Verbindung mit einer Wandertour z.B. die schwarze und sehr abenteuerliche Rother Tour 46, die wir vor Jahren gegangen sind und danach 3 Tage mit übelstem Muskelkater zu kämpfen hatten.

Strände an der Ostküste:

Kilometerlang erstrecken sich die meist flachen Strände an Korsikas Ostküste. Hier findest du zwischen Favone und Aleria auch Campingplätze, bei denen du mit deinem Wohnmobil oder Zelt, direkt am Strand stehen kannst.

Strand an der Ostküste, nähe Solenzara

Strände an der Westküste:

Schroffer und rauher als die Ostküste, zeigt sich die Westküste.  Lange Sandstrände trifft man hier eher selten an. Spannende Buchten, zum schnorcheln und SUPén und grandiose Sonnenuntergänge prägen dafür hier das Bild.

Quality Time am Strand

Das Hundeparadis Korsika

Generell sind Hunde an öffentlichen Stränden und vor allem zur Hauptsaison nicht gern gesehen. Wir haben uns immer abseits der Menschenmassen aufgehalten und hatten nie Probleme mit unseren Hunden. Im Gegenteil. Eine strahlende „Hedda“ auf dem SUP zu sehen, fanden viele Korsen grandios. Auch vermeide ich, dass meine Hunde an den Strand pieseln und Familien mit Kindern zu Nahe kommen. Letzteres ist meist umgekehrt der Fall. Traumhaft für Mensch mit Hund sind Wanderungen inklusive Badeeinheiten in Badegumpen. Ein paar tolle Touren, stelle ich euch noch vor.

Jack liebt abwechslungsreiche Touren mit Badepausen

Die Anreise – wie immer ist der Weg das Ziel

Aus dem hohen Norden kommend, ist die Anfahrt mit ordentlich Kilometer schruppen verbunden. Nach 1200 km haben wir uns deshalb auch ein paar Tage Pause am Gardasee gegönnt und auf unseren bevorstehenden Urlaub eingestellt.

Erste Erkundungs-SUP- Tour am Gardasee. Rechts ein Teil vom CP San Biagio

Nach zwei Tagen geht es weiter nach Livorno. Von dort aus startet die Fähre nach Bastia. Von Manerba bis Bastia sind wir ca. 4 Stunden unterwegs. Die Fährfahrt ist angenehm, die Hunde (auch Jack) erstaunlich cool. Durch die kurze Fahrzeit, ersparen wir uns die Tortour mit dem übernachten an Deck, s. Sardinien.

 „Mal eben kurz mit dem Auto“ – auf Korsika ein Abenteuer

Als wir von der Fähre fahren, ist es leicht dunkel in Bastia und Regen kommt auf. Die erste Station ist Albo. Ich habe diesen kleinen Fischerort am westlichen Cap Corso gewählt, weil er einen wundervollen, strandnahen Stellplatz hat und nur 36 km von Bastia entfernt ist. Ein Klacks, dachte ich.

Die Strecke am Tag

Unser Womo (und Toddy) muß mit vielen Serpentinen, schmalen Straßen, Dunkelheit und Regen an steilen Felswänden vorbei. Toddy ist genervt und ich habe Angst um unser Leben. Ein paar mal müssen wir anhalten, weil Felsbrocken auf der Fahrbahn liegen, die wohl kurz zuvor auf die Straße gefallen sind. Obwohl wir langsam und vorsichitig fahren, übersehen wir einen großen Stein der sogleich mit lautem <RADONK> unter unser Womo knallt. Die Stimmung ist im Arsch, der Urlaub könnte eigentlich genau jetzt auch abgebrochen werden.

Dennoch bin ich nach einer gefühlten Ewigkeit dankbar, diese abenteuerliche Fahrt relativ unbeschadet überstanden zu haben. Im Stockdunkel und bei strömenden Regen kommen wir in Albo an. Wegen der anhaltenden Regenschauer ist der Stellplatz am Strand gesperrt. Zusammengequetscht stehen einige Womo´s und VW Busse auf dem kleinen Platz vorm Strandzugang. Wir quetschen uns dazu, denn weiter fahren wir heute sicher nicht.  Hoffentlich sieht die Welt morgen wieder netter und freundlicher aus….

Sieht sie!

Der schwarze Strand von Albo

Albo – Eine Perle am Meer

Die Nacht war sehr unruhig und laut. Blitze, Donner und dazu Regen und Sturm. Ich dachte die ganze Zeit daran, wie ein Erdrutsch uns hier alle begraben könnte und war heilfroh, als diese Nacht endlich vorüber war. Wir erkunden Albo, ein kleines süßes Fischerdörfchen, welches mit einem Restaurant, einem Alimentari (der allerdings schon Winterpause hatte), einem Waschsalon, einer kleinen Kirche und einer Pizzaria (die auch zu hatte), recht überschaubar ist, aber trotzdem zum verlieben.

Bunte Boote auf schwarzem Kies

Der offizielle Stellplatz ist schön gelegen in unmittelbarer Nähe zum schwarzem Kiesstrand. Die Bucht ist eingerahmt von Felsen, der Strand menschenleer, das Wetter war allerdings auch nicht wirklich badetauglich. Macht nichts, mehr Freiheit für die Hunde.

Treibgut mit Aussage – Plage d´Albo

Geht man links entlang der Küste am Genueseturm entlang, hat man nicht nur einen schönen Ausblick, sondern könnte auch an einem schönen Küstenwanderpfad nach Nonza laufen, um dort beispielsweise ein paar Einkäufe zu tätigen. Hin und zurück. ist man dann aber auch gut 9 km unterwegs.

Schlau und Schlauer am Strand von Albo

Am nächsten Tag wird der Stellplatz am Strand wieder frei gegeben, aber wir wollen weiter. Ich habe gelesen, dass in Nonza bis in die 60iger Jahre, riesige Mengen Asbest abgebaut wurde und sogleich kratzt es in meinem Hals. Zwar soll von der Umgebung und den Stränden keine Gefahr mehr ausgehen, aber ein komisches Gefühl bleibt. Der alte Mann, der den Stellplatz betreibt, will kein Geld von uns haben, weil wir den offiziellen Stellplatz ja nicht nutzen konnten. Wir überreden ihn, trotzdem etwas zu nehmen (für die Enkelkinder) und fahren dankbar und gerührt weiter.

Saint- Florent und versteckte Traumstrände

Wir verlassen das Cap Corso und steuern den Golf von Saint-Florent an. In dieser kleinen Bucht gibt es drei Campingplätze. Wir entscheiden uns für den Campingplatz U Pezzo, denn hier sind Hunde erlaubt. Dieser Standort ist ideal, um tolle Touren zu erwandern. Zudem haben wir das Meer vor der Nase und eine Stadt in erreichbarer Nähe. Als erstes laufen wir nach Saint-Florent rein und decken uns mit den notwendigsten Lebensmitteln ein. Leider ist grillen auf ganz Korsika wegen der Feuergefahr verboten. Wir haben unseren Grill umsonst mitgeschleppt. Macht nix. Den Rest des Tages verbringen wir am Strand.

Mr. Jack Baywatch, hat alles im Blick am Strand von Saint Florent

Eine SUP Tour übers Meer

Am nächsten Morgen ist das Meer perfekt ruhig für eine SUP Tour. Wir machen die Boards startklar, packen Proviant in die wasserdichten Rucksäcke ein und paddeln los, um die tollen Buchten zu entdecken, von denen ich las.

Hedda + Jack sind bereit für die SUP Tour

Sooo hab ich mir meinen Urlaub gewünscht. Perfekt.

Traumbuchten und ideale SUP Voraussetzungen

Wir finden schließlich ein lauschiges Plätzchen in einer kleinen Bucht und verbringen den Rest des Tages mit schnorcheln, baden und die Umgebung erkunden. Wer kein SUP hat, kann sich auch am Strand ein Kanu leihen und so die traumhafte Küste erkunden.

Unsere Traumbucht

Der Rückweg ist etwas anspruchsvoller, weil das Meer etwas kappelig ist, doch die Hunde und wir meistern das vorbildlich.

Küstenwanderung zu den unberührten Sandbuchten im Désert des Agriates 22,27 km

Diese Küstenwandertour lädt an jeder Ecke zum baden ein

Der nächste Tag ist für eine Küstenwanderung reserviert (Rohter Wanderführer Tour 03). Ich würde zu gerne bis zum Strand von Saleccia laufen, denn dieser soll einem Südseetraum gleichen. Dort gibt es auch einen Campingplatz, der allerdings mit dem Womo nur unter abenteuerlichen Bedingungen zu erreichen ist. Toddy ist daher raus und ich habe Hoffnung, dieses Paradies über den Küstenwanderweg zu erreichen.

Kristallklares Wasser, da liebäugelt selbst die wasserscheue Hedda mit einem Bad

Wir starten diese Tour von unserem Platz aus. Die Landschaft, das Meer, die Farben… einfach Traumhaft.  Nach einer Stunde erreichen wir den Strand Fornali. Dort waren wir bereits schon am Tag davor mit unseren SUP´S.

Wir bleiben auf dem Küstenpfad und erreichen nach ca. 2 Stunden, die Buggui Mündung mit seinem wunderschönen Strand. Es kann durchaus mal vorkommen, auf Kühe oder Schweine zu treffen. Auf Korsika leben alle Tiere frei – Massentierhaltung Fehlanzeige. Noch ein Grund für mich diese Insel zu lieben

Durch das Wasser müssen wir rüber waten auf die andere Seite. Hedda wird geschultert und Jack schafft dieses Hindernis alleine.

Prinzessin Hedda wird getragen

Weitere Traum-Sand-Buchten säumen unseren Weg. Wir sind begeistert. Am Plage de Loto  beschließen wir umzudrehen. Schließlich müssen wir den ganzen Weg noch zurück. Der Plage de Loto ist ziemlich voll. Das liegt daran, dass ein Ausflugsschiff von Saint- Florent, diesen Traumstrand im Stundentakt ansteuert.

Plage de Loto

Von hier aus wären es nochmal ca. 1,5 Stunden zum Salleccia Strand, bzw. eine 3/4 Std. wenn man durchs Landesinnere marschiert. Ich hebe mir dieses Fleckchen Erde für einen späteren Urlaub auf. Denn eines ist uns heute definitiv klar geworden. Wir kommen wieder!

Traumhafte Küstenabschnitte

Calvi – Kultur am Meer

Es zieht uns weiter und wir fragen uns, ob es der restlichen Tour gelingen wird, das bisher gesehene zu toppen. Die Fahrt zum nächsten Etappenziel ist bereits herrlich anzuschauen- Wild, wild Corse….

Wild, wild Corse….

Das Ziel heißt Calvi. Unsere HomeBase für die nächsten 2 Tage wird der Campingplatz La Dolce Vita sein. Ein riesiger Platz mit überschaubaren Gästen. Das liegt daran, weil Calvi einen eigenen Stadtstellplatz hat und die meisten Wohnmobilisten wohl die Stadtnähe bevorzugen.

Wer etwas Fußweg scheut und sich wie die Ölsardinen eingepfercht wohl fühlt, ist dort sicher gut aufgehoben. Wir bevorzugen ein lauschiges Plätzchen und genießen nach einem ruhigen Strand-Tag, den schönen Strandspaziergang am Abend in die Stadt Calvi.

Abendspaziergang in die City

Als erstes beschliessen wir uns die Zitadelle von Calvi etwas näher anzuschauen und durchstöbern die Bauwerke, die in der Abendstimmung in einem magischen Licht erscheinen.

Auf zur Zitadelle von Calvi

Es  lohnt sich, die beeindruckende Zitadelle rauf zu laufen und den Blick zu genießen.

Hedda genießt den Weitblick

Ansonsten ist Calvi nett anzuschauen und gut zu erlaufen. Am Hafen ist es ziemlich touristisch und jede Menge Restaurants laden zum Essen und verweilen ein. Mit unseren Hunden fühlen wir uns überall willkommen

Cremefarbene Bauten und knallblaue Fenster in Calvi

Von der Idee vom Campingplatz den Figurella Fluss bis zum Forsthaus Bonifato zu SUPén…

Der Figurella Fluss welcher am Campingplatz vorbei fliesst, eigent sich zumindest im September nicht zum SUPén. Wir haben es versucht und mussten nach 10 Minuten wieder umdrehen, weil kein Wasser mehr da war. Was schade ist, denn eigentlich hatte ich vor bis ins Landesinnere zum Forsthaus Bonifato zu paddeln. Zu einer anderen Jahreszeit, ist das aber evtl. möglich und bestimmt ein geniales Abenteuer.

Der Figurella Fluss war im September zu flach für eine Tour

Tuarelli am Fango

Es ist schwer mich zu entscheiden, ob wir nun an der traumhaften Küste verweilen, oder im Landesinneren die Bergwelt mit ihren die Flüssen und Badegumpen erkunden wollen. Schließlich entscheide ich mich für den Campingplatz Tuarelli, der auch gleichzeitig „gite d’etape“, also Etappenziel der Mare e Monti Tour ist. Wir durchfahren eine wundervolle Landschaft. Der CP Tuarelli liegt direkt am Fango und hat Zugang zu drei Badegumpen.

Wandern im Fangotal Rother Tour 15

Wer Luxus erwartet, sollte nicht hierher. Der Luxus ist die Landschaft, das nette Restaurant, mit wirklich guten Pizzen und die Umgebung. Wir starten die Rother Tour Nr. 15, welche wir als sehr schön bezeichnen. Bademöglichkeiten, Einsamkeit und tolle Landschaft.

Süßwasserschildkröten im Fango Delta

Das nächste Highlight wartet in Form des Fango Deltas auf uns. Wir hatten eigentlich vor,das Fango Delta zu erSUP´n . Das Womo steht prima auf dem terrassenförmig angelegten Parkplatz GPS: N42° 24′ 58.7″ E8° 39′ 23.4″. Geld wollte niemand von uns haben. Bei der Kanu-Station fragen wir, ob wir mit unseren SUP´s hier paddeln dürften und blicken in betrübte Gesichter. Die Naturschützerin erklärt, das sie uns das nicht verbieten kann, aber das Fango Delta ein sehr empfindlicher und  schützenswerter Bereich ist.  Alle Menschen, die sich hier ein Kanu leihen, werden ausführlich auf die Umgebung eingestellt. Wie sie sich zu verhalten, welche Tiere sie sehen können und wie sie dieses nicht in ihrem Habitat stören. Stille und Ruhe ist oberstes Gebot und natürlich Abstand halten. Ich lobe mir so viel Engagement und Rücksichtnahme. Sie bieten uns an, die Tour mit dem Kanu zu machen. Inklusive Einweisung. Wir nehmen dankend an und lassen die SUP´s im Womo. Nach der Einweisung quetschen wir uns stillschweigend in das kleine Plastikboot und paddeln fast lautlos durch dieses kleine Naturparadies.

Hedda hat alles im Blick im Fango-Delta

Wir sehen viele Süßwasserschildkröten, die sich auf Baumstämmen sonnen und schaffen es so unbedrohlich zu wirken, dass nicht eine einzige Schildkröte der Meinung ist, ins Wasser flüchten zu müssen. Ein tolles Erlebnis.

Süßwasserschildkröten im Fango-Delta

Für andere Kanuten scheinen wir mit Hedda und Jack an Bord ein lustiges Bild abzugeben. Mehrfach werden wir fotografiert. Am Ende zahlen wir freiwillig einen Obolus für das tolle Engagement der Naturschützer.  Nach diesem Erlebnis fahren wir weiter durch traumhafte Kulisse in die Berge.

Traumhaft und Abwechslungsreich – Korsikas Landschaft

Durch die Serpentinen und die engen Küstenstraßen, ist man für 35 km gern mal 2 Stunden unterwegs.  Wir wollen zum Capo Rosso. Der Campingplatz am Plage dÁrone ist riesengroß und bietet viel Platz und Freiheit für Camper. Dafür ist der Weg zum Strand etwas länger, aber keine Herausforderung. Wir beachen den nächsten Tag.

Die Bucht Gala de la Liscia

Inzwischen könne uns tolle Strände nicht mehr in helle Aufregung versetzten, wir setzen es grundlegend voraus. Der Campingplatz A Marina, ist klasse. Unser Stellplatz hat eine Terrasse und ein Mattendach. Direkt hinter der Terrasse eine große „Hunde“ Wiese und dahinter der Strand. Wir fühlen uns wie in einer Lodge in Afrika. Das Wetter stimmt auch, die nächsten Tage verbringen wir daher mit Schnorcheln, SUP´en lesen , baden faul sein.

Faul sein ist auch mal wunderschön

Unser nächstes Heim auf Zeit sollte eigentlich der Campingplatz „U Cassedu“  bei Porto Pollo sein. Man steht direkt am Meer. Leider sind dort keine Hunde erlaubt. Also suchen wir einen Ersatz und finden diesen auf dem Campingplatz „Cyronos.“ Einfach und nicht ganz so traumhaft gelegen wie U Cassedu, aber ok. Strandapaziergang gemacht und am Womo gekocht.

Strandspaziergang

Bonifatio

Nach so viel rumhängen brauchen wir wieder etwas Kultur und Zivilisation. Deshalb ist der Stadtstellplatz, Camping Aragnina von Bonifatio unser nächstes Ziel. Sehr netter Empfang und zentral gelegen. Nach einem kurzen Fußweg zum Hafen, können wir neidlos teure Jachten bestaunen. Ab hier startet auch die Rother Wandertour Nr. 38, die einen grandiosen Ausblick auf die Felsenküste Bonifatio bietet.

Blick auf Bonifatio

Am Abend werden die Klippen um Bonifatio zauberhaft beleuchtet und ein Restaurantbesuch rundet diesen tollen Tag perfekt ab. Am nächsten Morgen Fahren wir wieder ins Landesinnere, um die nächste Wandertour (Rother 41) anzutreten.

Piscia di Gallo (Hahnenpiss)

Eine gut besuchte Tour, die sehr schön ist, an dessen Ende wir allerdings passen mussten, weil die Kletterpassagen mit Hund etwas schwierig wirkte.

Steinmännchen auf der Piscia di Gallo Tour

Es zieht uns ans Meer zurück. Mittlerweile haben wir Anfang Oktober und viele Campingplätze haben bereits geschlossen. So auch einer meiner Lieblingsplätze Camping Fautea an der Ostküste, nähe Pinarellu. Daher fällt unsere nächste Wahl auf den Campingplatz „Les Eucalyptus“ nahe Solenzara. Hier stehen wir direkt am Strand und können die letzten Tage auf Korsika in Ruhe ausklingen lassen. Unsere Rundtour endet hier.

Die letzten Tage ausklingen lassen

FAZIT:

Korsika ist toll. Unsere Erwartungen wieder mal übertroffen und voll erfüllt. Die Landschaft, die Korsen, die Strände…. Auch mit unseren Hunden fühlten wir uns überall willkommen. Natürlich haben wir uns stets an den Halter-Knigge gehalten. Den genauen Verlauf unserer Tour kannst du auch auf unsere Tourenkarte verfolgen.

Campingplätze:

Womostellplatz dÁlbro: N42° 48′ 38.4 E9° 20′ 08.1 Stellplatz direkt am Meer mit schwarzem Kiesstrand,  im beschaulichen Fischerdorf Albro. Außerhalb der Saison unbedingt vorher einkaufen.

Camping  „U Pezzo“ bei Saint Florent: N42° 40′ 24.3″ E9° 17′ 48.8″ Eine Straße trennt den CP vom Meer. Ideal für Ausflüge/Wanderungen zu den Traumbuchten und ins Desert de Agriate. Der Platz ist einfach und schattig. Die Lage entschädigt für den lieblosen Café am Morgen, den ich je bekommen habt und Baguette erst ab 9:00 Uhr

Campingplatz „La Dolce Vita“ bei Calvi: Großer Platz mit vielen freien Stellplätzen (zumindest als wir da waren). Zugang zum Strand über Brücke. Ca. 30 Minuten am Strand entlang bis nach Calvi. Lecker Restaurant am Platz. Unsere Hunde durften mit rein. WLAN und ideal um Wäsche zu waschen und sich der Zivilisation wieder anzunähern. Flugschneise übern Platz und Fallschirmspringer aus der Fremdenlegion.

Campingplatz „Tuaraelli“ am Fango Fluß: N42° 23′ 12.4″ E8° 44′ 59.8″  Zugang zu drei Badegumpen, Wanderungen, nettes Restaurant mit Pizza aber auch typisch corsischen und italienischen Gerichten, Katastrophale Toiletten. Tolle Stellplätze. Wer hohen Komfort erwartet ist hier falsch. Alle anderen erwartet hier Natur, Stil und Freiheit im sehr unkonventionellen und traumhaften Ambiente und Mücken.

Campingplatz „A Marina“am Golf de Liscia: Terrasse mit Mattendach, netter Strand, Wiese, Restaurant etwas fußläufig aber sehr gut.

Reisezeit:

Wir waren 1x im Mai und 1x im September auf Korsika. Im Mai ist alles frisch und die Flüsse sind gut gefüllt. Das Wetter ist angenehm. Ideal zum Canyoning und Flußwandern mit Badeeinlagen. Das Meer ist noch relativ frisch. Im September sind die Flüsse folglich nicht so gut gefüllt. Dafür ist das Meer herrlich warm und die Temperaturen sind angenehm und die Strände bereits herrlich leer. In den Sommermonaten ist Korsika gnadenlos überfüllt und durch die hohen Temperaturen,  für einen Urlaub mit Hund nicht zu empfehlen.

Literatur:


Schlusswort:

Wie immer kann es sein, dass ich (für dich) wichtige Details vergessen habe zu erzählen. Das wäre zumindest typisch für mich. Sollte das der Fall sein, scheue dich nicht mich zu kontaktieren. Ich versuche dir gerne bei deiner Planung und damit verbundenen, plötzlich auftauchenden Fragen behilflich zu sein.

 

 

8 Gedanken zu „Korsika mit Hund(en)

  1. Katja

    Ich liebe es deine Reiseberichte zu lesen. Dann bekommt man direkt Fernweh und Lust wieder mal mit dir zu wandern. LG aus DD

    Antworten
    1. travel-dogs.de Beitragsautor

      Dankeschön – und Hahh(!!), wusste ich´s doch! Das Wanderfieber hat dich gepackt.Insgeheim liebst du es mit schmerzenden Füßen, einem schweren Rucksack auf dem Rücken und jeder Menge Nüsse bewaffnet durch die Wildnis zu streifen. Fernab von Einkaufsstraßen, Restaurants und dem ganzen Luxusquatsch :-). Also wir (Hedda, Jack und ich) nehmen dich jederzeit wieder mit 😉 .

      Antworten
      1. Katja

        Da hast du absolut Recht. Nichts ist entspannender als mit schmerzenden Füßen, schweren Rucksack, mit Nüssen bewaffnet und vor allem Hedda im Arm durch die Welt zu wandern.

        Antworten
  2. Muriel

    Guten Abend 🙂
    Wir fahren im Mai das erste Mal nach Korsika (waren bisher einige Male bereits auf Sardinien) und haben zum ersten Mal unseren Hund im Gepäck, der vor einem halben Jahr zu uns gezogen ist. Wenn man den Beitrag liest bekommt man direkt Fernweh 🙂 Danke für die schönen Reisetipps von denen wir sicherlich dad eine oder andere nutzen können.
    Eine Frage hätte ich noch: Welchen Schutz gegen Leishmaniose hattet ihr verwendet?
    Liebe Grüße
    Muriel

    Antworten
    1. travel-dogs.de Beitragsautor

      Guten Morgen liebe Muriel und vielen Dank für Dein Feedback. Im Mai ist Korsika auch wunderschön. Ich beneide euch. Der Leishmaniose Schutz bereitet mir auch immer wieder Kopfschmerzen. Einen 100% Schutz gibt es (soweit ich weiß) nicht. Aber am aktivsten sind die Biester von Juni-September und da auch vorwiegend in der Dämmerung. Meine Prophylaxe für die Hunde sieht wie folgt aus: Möglichst nah am Wasser stehen. Angeblich mögen die Mücken es windstill und am Wasser weht immer eine leichte Brise. Abends zünden wir ums Womo Räucherspiralen an. Zusätzlich reibe ich die Hunde mit einer Mischung aus Kokusöl und Zitrone ein. Kokusöl gibt es auch im Futter. Eine Woche vor Reiseantritt bekommen meine ein Spot On Präparat und am Ende der Reise noch mal. Das ist viel Chemie, ich weiß. Und eigentlich stehe ich da gar nicht so drauf. Allerdings will ich meine Hunde auch bestmöglichst schützen. Ansonsten halte ich es wie Paulo Coelho, der sagte: „Wenn Du glaubst, das Abenteuer sei gefährlich, versuche Routine. Sie ist tödlich“. Ich wünsche euch viel Spaß und falls du weitere Tipps hast bzgl. der Leishmaniose, würde ich mich auch sehr freuen, davon zu erfahren.
      Lieben Gruß
      Inga

      Antworten
  3. Ulrike

    Hallo, toller Reisebericht ! Wir wollten im Juni mit Hund und Auto/Zelt auf die Insel. Sind zu dieser Jahreszeit Hunde auf Campingplätzen noch erlaubt?
    Liebe Grüße Ulrike

    Antworten
    1. travel-dogs.de Beitragsautor

      Hallo liebe Ulrike,
      danke für die Blumen 😉
      Soweit ich weiß, waren auf den Campingplätzen wo wir waren Hunde das ganze Jahr erlaubt. Richtig voll wird es eigentlich auch erst im Juli und August auf dr Insel. Ich wünsch euch ganz viel Spaß! Lieben Gruß
      Inga

      Antworten

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