Reisetipps für den perfekten Urlaub mit Hund

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben!

Juhuuu, du planst dieses Jahr deinen Urlaub mit Hund? Dann bist du nicht alleine. Mittlerweile möchten immer mehr Hundebesitzer die schönste Zeit des Jahres mit ihrem geliebten Vierbeiner verbringen. Da ist eine gute Reiseplanung unerlässlich, denn zu den eigenen Vorlieben und Wünschen, müssen auch die Bedürfnisse des Hundes bedacht werden. Aber, wie plane ich bestmöglich meinen Urlaub mit Hund und was gibt es zu beachten? Hier sind meine Reisetipps für den perfekten Urlaub mit Hund:

Der ideale Urlaubsort:

Berge, Seen, Wald oder darf es auch ein bisschen Meer sein? Alles ist möglich. So individuell wie wir Menschen, sind auch unsere Hunde. Die einen lieben Wasser, die andern überhaupt nicht. „Lotte“ mag es warm und „Hektor“ würde selbst im Winter gerne draußen schlafen. „Bruno“ könnte stundenlang durch die Natur wandern und „Fiete“ ist ne waschechte Couchpotato mit Arthrose. Und dein Hund? Was mag er und was so gar nicht? Überlege dir, was zu dir und deinem Hund passt und finde, wenn nötig, Kompromisse.

Sizilien StrandDie Tourismusbranche hat längst begriffen dass der Reisemarkt mit Hund stetig wächst. Das erleichtert die Wahl nach einer passenden Unterbringung enorm. Ob luxuriöse Hotels, geräumige Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof, Pensionen, einsame Hütten oder Campingplätze. Dem Geldbeutel und den eigenen Vorlieben sind keine Grenzen gesetzt. Mittlerweile kann man bei fast jedem Online Anbieter, die Suche nach einer Unterkunft, mit dem Vermerk „tierfreundlich“ filtern.

Übrigens, südliche Länder solltest du im Hochsommer generell meiden. Es ist dort viel zu heiß und stressig für deinen Hund (s. auch Sizilien mit Hund) . Besonders für stumpfnasige Rassen (Bosten Terrier, Boxer, Bulldoggen, Mops usw.) kann Hitze und Stress zu Atemnot und Herz- Kreislauf Versagen führen und somit lebensgefährlich sein. Im Herbst und Frühjahr hingegen, ist es für alle Beteiligten angenehmer. Damit kommen wir auch zum nächsten, wichtigen Punkt.

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Die Wahl der besten Reisezeit:

Im Frühling fängt alles an zu blühen, die Temperaturen sind angenehm. Wir leben auf, der Winter ist vorbei. Die ideale Zeit für einen Wanderurlaub.

Im Sommer schnellen die Preise in die Höhe und man ist mit Hund nicht mehr überall gern gesehen. Der Baggersee von nebenan, wird jetzt von Sonnenanbetern genutzt und „Bolle“ darf nicht mehr nach Lust und Laune in die Fluten springen. Dafür ist der offizielle Hundestrand stets gut besucht. Spaziergänge sollten bei Hitze auf die Abend- oder frühen Morgenstunden verlegt werden. Pfiffige, genießen die schattenspendende Einsamkeit eines Waldes, während der Rest der Welt nach sonniges Plätzen sucht.

Hedda auf FelsDer goldene Herbst besticht durch sein Farbenspiel und eignet sich, ebenfalls prima zum Wandern. Die meisten Strände sind jetzt „frei“ für Hunde und endlosen Strandspaziergängen steht nichts im Wege.

Auch der Winter hat seinen Reiz. Durch eine märchenhafte Schneelandschaft zu laufen, ist einfach herrlich. Doch auch ohne Schnee finden sich viele tolle Ecken, die es zu bestaunen gibt. Der Vorteil, es ist nicht so überlaufen und touristische Hotspots lassen sich in Ruhe erkunden. Viele Hotels haben grade in den umsatzschwachen Wintermonaten tolle Angebote für einen Urlaub mit Hund in ihrem Programm.

Generell gilt: Je weniger Hauptsaison, desto mehr Hundefreundlichkeit.

Reisen innerhalb der EU:

Das Reisen innerhalb der EU gestaltet sich mit dem notwendigen EU PET Passport inklusive Mikrochip, relativ problemlos. Der EU Pass sollte vom Tierarzt ausgestellt sein und zudem eine gültige Tollwutimpfung vorweisen, die mindestens 21 Tage vor Reiseantritt erfolgt ist. Aufpassen! Da Tollwutimpfungen erst ab einem Alter von drei Monaten verabreicht werden, können jüngere Hunden nicht in die EU Länder einreisen. Norwegen, Irland, Großbritanien, Malta und Finnland verlangen zudem eine Behandlung des Bandwurmes Echinococcus. Diese muss im Zeitraum von 120 und 24 Stunden vor der Einreise vorgenommen werden. Informiere dich bei einer geplanten Reise ins europäische Ausland unbedingt vorab, über die jeweiligen Bestimmungen. Insbesondere dann, wenn dein Kampfschmuser zu den sogenannten Listenhunde gehört. In den meisten Ländern gilt ein Einreiseverbot bestimmter Rassen. Nach Deutschland dürfen z.B. generell folgende Rassen nicht einreisen: Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier.

Außerhalb der EU:

Hier gelten die jeweiligen nationalen Bestimmungen. In Australien oder Kanada kann eine Einreise mit Hund mit einer mehrwöchigen Quarantäne einhergehen. Botschaften oder Konsulate geben Auskunft.

Tipp:

Vergiss nicht die Einreisebestimmungen der Länder, durch die du fährst oder in denen du Zwischenstopps haben wirst.

Die Anfahrt:

Je nach dem wie weit dein Reiseziel von deinem Heimatort entfernt ist, steht dir bei der Wahl des Transportmittels alle Türen offen. Ob Auto, Bahn, Schiff, Flugzeug….. Aber nicht immer passt das Reisetransportmittel auch zum eigenen Hund. Der verantwortungsbewusste Mensch entscheidet natürlich im Sinne und zum Wohle seines Tieres, auch wenn dies bedeutet, die eigenen Bedürfnisse zurückzustecken. Kann ich meinem Hund eine Autofahrt bis nach Portugal zumuten? Oder wäre die Mecklenburgische Seenplatte nicht doch die bessere Destination?

Fliegen

Bitte nicht! Flugreisen bedeuten für einen Hund Stress. Sorge besser für eine gute Versorgung, z.B. in einer guten Hundepension. Muss der Hund dennoch fliegen, sollte er gut auf seine Reise vorbereitet werden. Dazu gehört auch die Gewöhnung an die Transportbox. Unterstützend kann ein getragenes T-Shirt kann zum Wohlbefinden beitragen. Eine medikamentöse Ruhigstellung sollte wohl überlegt sein. Es könnte während des Fluges zu Kreislaufproblemen kommen. Spreche mit dem Tierarzt deines Vertrauens darüber.
Kleine Hunde sind beim Fliegen klar im Vorteil. Sie können in der eigenen Box oder Tasche mit in die Kabine genommen werden und sozusagen als Übergepäck mitreisen. Die genauen Auflagen variieren je nach Fluggesellschaft, weshalb man sich im Vorwege genau informieren sollte.

Schiff:

Je nach Land und Schifffahrtsgesellschaft, sind die Bestimmungen unterschiedlich und sollten individuell im Vorfeld abgeklärt werden. Darf der der Hund mit an Deck, sind Leine und Maulkorb Pflicht. Zumindest sollte man immer einen Maulkorb dabei haben. Bestenfalls ist der Hund bereits daran gewöhnt. Es sollte selbstverständlich sein Verschmutzungen sofort zu beseitigen und darauf zu achten, dass sich andere Passagiere nicht belästigt fühlen. Achtung: Nicht jeder Hund ist seetauglich. Es gibt Hunde die leiden, wie wir Menschen unter Seekrankheit.

Bahn:

Die Deutsche Bahn befördert Hunde in der Regel zum halben Fahrpreis. Befindet sich der Hund in einem Transportbehälter der als Handgepäck gilt, fährt er kostenlos mit. Laut Reglement müssen Hunde zum Schutz der anderen Fahrgäste einen Maulkorb tragen und angeleint sein. Auch wenn der Maulkorb in den seltensten Fällen eingefordert wird, solltest du stets einen dabei haben. Ansonsten kann die Fahrt schnell beendet werden.

Auto:

Günstiger und flexibler bist du im eigenen Auto unterwegs. Es können je nach Bedarf Pausen eingelegt werden und der Hund ist mit dem Transportmittel meist bestens vertraut. Zusätzlich ist es wesentlich einfacher, Hundegepäck und das gewohnte Futter mitzunehmen. Achte darauf, deinen Hund stets gut zu sichern und lasse ihn bei heißen Temperaturen nicht im Auto zurück.Auch während der Fahrt, sollte dein Hund nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Decke ggf. das Fenster ab.

Zu Fuß:

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Rucksack auf und los! Eine Wandertour mit dem eigenen Hund in der Heimat ist nicht nur die umweltfreundlichste Variante zu reisen, sondern eine tolle Möglichkeit sein Land, seinen Hund und sich selbst kennen zu lernen. Viele Fernwanderwege durchqueren unsere Heimat und führen durch wunderschöne Landschaften. Und wo lässt es sich besser entschleunigen, als in der Natur?

cropped-P1040804.jpgZudem tut Bewegung an frischer Luft gut, ist gesund und lastet aus. Plane deine Übernachtungen im Vorwege und schicke ggf. auch das Hundefutter vorab zu den Etappenzielen. Dann musst du nicht alles mitschleppen. Diese sehr intensive und sicher unvergessliche Art des Reisens ist zudem auch die kostengünstigste Variante.

Allgemeine Tipps für die Reise

Vor Fahrtantritt, solltest du mit deinem Hund einen ausgiebigen Spaziergang machen.
Achte bereits bei der Reiseplanung darauf, dass ausreichend Fahrtpausen vorgesehen sind, damit dein Hund sein „Geschäft“ verrichten kann. Längere Strecken mit der Bahn, sind am bequemsten im Schlaf- oder Liegewagen zu bewältigen. Vermeide die Hauptverkehrszeit und damit zu viel Gedränge. Denke an Wasservorrat und Trinknapf für deinen Hund.
Die Fütterung des Hundes sollte vor der Reise mindestens zwei Stunden zurück liegen.
Vorsicht auf Rastplätzen, Flughäfen usw. dein Hund könnte erschrecken und weglaufen. Sicher ihn gut in unsicheren Situationen. Eine ausführliche Beschreibung für deine Reiseplanung und meine ultimative Packliste findest du hier.

Fazit:

Hast du alles bedacht, wird die Urlaubszeit mit Hund zu einem spannenden und bindungsfördernden Erlebnis an das du dich noch lange, gerne zurück erinnern wirst.

Linktipps zum Thema:

www.rudelurlaub.de Spezialist für Urlaub mit mehreren Hunden

www.hundeurlaub.de Urlaub mit Hund und Familie

www.fewo-direkt.de
Weltweite Ferienwohnungen und Ferienhäuser

www.ferien-mit-hund.de
Info´s zu Reiseländern, Unterkünfte

www.wanderkompass.de
Infos´s zu fast allen Fernwanderwegen in Deutschland

www.moenchsweg.de:
Alle Etappen mit Beschreibungen des historischen
Wanderweges von Glückstadt nach Puttgarden.

www.lufthansa.com/de/de/Tiere:
Info´s zum Thema Fliegen mit Tieren bei der Lufthansa

www.bahn.de
Angebote zum Thema Bahn fahren mit Hund

www.leinentausch.de:
Hier bieten bundesweit ihre Dienste in der
Betreuung von Hunden an.

 

Ein Gedanke zu „Reisetipps für den perfekten Urlaub mit Hund

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