Mönchsweg mit Hunden – Erste Etappe

Mönchsweg mit Hunden – Erste Etappe

Mit Leib und Seele durch Schleswig-Holstein. Das verspricht der Mönschsweg. Anfang des Jahres habe ich diese Tour auf meine To Do Liste gesetzt. Nun habe ich mich endlich aufgemacht und folge diesen Spuren, von Glückstadt bis nach Puttgarden, die eigentlich für Fahrradfahrer gedacht sind… aber egal.

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Weiter Deich soweit das Auge reicht

Glückstadt – Borsfleth – Krempe – Neuenkirchen

Es ist Sonntag und es ist bewölkt, aber trocken. Ich erwähne das, weil ich kaum Menschen auf dieser Strecke getroffen habe. Bei strahlendem Sonnenschein kann das bestimmt ganz anders aussehen. Meine erste Etappe beginnt im wunderschönen Glückstadt und führt mich über Borsfleth nach Krempe und bis nach Neuenkirchen. Ich lasse mich in Glückstadt aussetzen und zwar an der Straße, die zum Fähranleger Glückstadt-Wischhafen führt. Hier ist ein großer Parkplatz und die Tour beginnt direkt am Deich. Die eigentliche Strecke beginnt auf dem Glückstädter Marktplatz. Da ich diese Strecke bereits mehrfach gelaufen bin, erspare ich mir das und starte wie oben beschrieben am Parkplatz zum Fähranleger.

Herrschaftliche Anwesen und jede Menge Kaninchen

Am Glückstädter Deich bestaune ich die noblen reetgedeckten Häuser mit ihren herrschaftlichen Anwesen. Auffallend viele Kaninchen tümmeln sich in den super gepflegten Gärten und ich bin froh, Hedda an der Leine zu haben.

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Schmucke Häuser mit parkähnlichen Gärten

Nach ca. 2 Kilometer führt der Weg direkt an der Elbe entlang. Es ist Ebbe und so sehen wir viele kleine Entenfamilien durchs Watt waten. Die Elbe zu unserer Linken, marschieren wir direkt aufs Stör-Sperrwerk zu, während in der Ferne das Kernkraftwerk Brokdorf sichtbar wird.

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Segelboote steuern den Hafen an

Kurz vor dem Stör-Sperrwerk laufen wir einen schmalen Weg hoch zur Straße, folgen dann scharf rechts dem noch schmaleren und abschüssigen Weg, um dann links durch den Tunnel zu laufen. Etwas später folgt die Gaststätte „Zur Störmündung“, für die kleine Pause zwischendurch.

Typische Marschlandschaft mit endlosen Horizonten

Danach folgt eine für diesen Landstrich übliche Marschlandschaft mit grün so weit das Auge reicht und endlose Horizonte. Ich liebe meine Heimat und freue mich des Lebens und das ich endlich angefangen habe, mich um diesen schönen Weg zu kümmern. Wir laufen Richtung Borsfleth, dessen Kirche bereits vom weitem sichtbar ist.

PicMonkey CollageWer pausieren möchte, kann dies im „Aukrug“ (mit Biergarten) tun. Wir laufen durchs Dorf und folgen den grün-weißen Radler-Schildern. Viele Fahrradfahrer habe ich noch nicht gesehen.

Krempe

Auf einer Nebenstraße kommen wir unserem nächsten Ziel, Krempe, stetig näher. Hier führt uns der Weg zum Marktplatz. Wer nicht mehr laufen möchte, sollte sich bereits hier eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, denn die nächste liegt gute 20 km entfernt. Krempe an sich ist echt schnuckelig und daher auch ein netter Ort für eine Nacht.

Über die Breite Straße biegen wir rechts in die Neuenbrookerstraße ab, um dann linke (beim Supermarkt), hoch zur Straße und über die Bahn hinweg weiter zu laufen.

Kühe, Pferde und endlose Weite

Nach ca. 2 km geht es links in die Straße Brookreihe. Nach ca. 1 km wieder links, der Beschilderung „Brookreihe 26“ folgen. Eine Kuh kommt aufgregt auf uns zu gelaufen. Will sie uns angreifen? Nein, sie will uns nur klar machen, dass wir besser nicht ihren Zwillings-Kälbchen zu nahe kommen. Sie nimmt ihre Mutterrolle sehr ernst. Schön, dass sie „noch“ ihre Kälber bei sich behalten darf. Wir respektieren ihren Wunsch und laufen einen Bogen, allerdings nicht ohne noch mal schnell ein Foto zu schießen.

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Stolze Mama

Rechts, hinter dem Pferdehof Bahrenfleth, soll es auch eine Zeltmöglichkeit auf dem Hof geben. Der weitere Weg führt in Richtung Beidenfleth zu unserem ersten Etappenziel Neuenkirchen.

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Nicht spektakulär und dennoch wunderschön

Neuenkirchen – meine Endstation für heute

Hier endet meine Tour und ich lasse mich gemütlich auf einer Bank nieder und warte auf meinen lieben Mann, der mich und die Hunde mit dem Auto abholt. Wer nicht, wie oben beschrieben auf dem Hof zelten oder in Krempe übernachten möchte und noch etwas Puste hat, der muss noch ein Stückchen weiter laufen und die Stör mit der kleinen Seilfähre Beidenfleth überqueren (kostet eine kleine Gebühr).

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Die nächste Etappe startet mit einer Störüberquerung

Am anderen Ufer geht es weiter zur Unterkunft „Zimmer an der Stör“, Stördorf 8, 25554 Stördorf laufen. Der Eigentümer hat mir versichert, das Mensch und Hunde hier willkommen sind. Allerdings kann man hier gut noch mal 13 km dazu rechnen. Dann würde die erste Etappe satte 32,5 km betragen, was schon eine ordentliche Leistung darstellt. Weitere Unterkünfte erhält man auch auf der Seite „Mönchsweg“. Besser, wenn man vorab klärt, ob Hunde erlaubt sind.

Fazit: Was sich für „Einheimische“ unspektakulär anhört, ist eine tolle, ereignisreiche und wunderschöne Erfahrung. Die kleinen Orte über Wege durch unsere wunderschöne Marschlandschaft zu erlaufen, hat so viel mehr Wert, als mit dem Auto die Landstraßen entlang zu sausen. Sicher könnte man einige Strecken noch wanderfreudiger Gestalten, denn als Fußvolk sind wir ja nicht auf Teerstraßen angewiesen. Aber ich konnte meine Hunde immer  wieder laufen lassen und die Natur voll und ganz genießen. Ich freue mich schon auf den weiteren Verlauf der Strecke.

Tiere: Jede Menge Tiere kreuzten unseren Weg oder wir ihren. Ein jagender Border Terrier und ein Hof sichernder Schäferhund (mit Maulkorb), Pferde, Kühe und kleine Kälbchen, Schafe, Kaninchen, Fasane inkl. Fasanbaby´s, Enten und jede Menge Vögel.

Anforderungen: Eine leichte, gut zu laufende Tour. Meine S-Health App zeigt an, dass ich 24647 Schritte, 19,53 km gelaufen bin. Dabei habe ich 864 kcal verbrannt, Yeahhh!

Übernachtungen: Zimmer an der Stör, Stördorf 8, D-25554 Stördorf helmutsievers@web.de

 

 

 

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