Malerweg mit Hunden – 4. Etappe

 

Malerweg mit Hunden – 4. Etappe

Eine tierische Tour, die mit tollen Namen wie Affensteine, Ferkelschlucht oder Kuhstall irgendwie etwas animalisches hat und trotzdem nicht verhindern kann, dass wir am 4. Wandertag zu Kulturbanausen mutieren.

Der Felsen hält (hoffentlich)

Biorhythmus – die innere Uhr ist pünktlich

Wie immer beginnt der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Wir haben es nicht geplant, aber Punkt 8:40 Uhr schultern wir wieder unsere Rucksäcke, an die wir uns langsam zu gewöhnen scheinen und wandern munter drauf los (jedenfalls Jack).

Um zum Malerweg zu gelangen, laufen wir erst einmal die Kirnitzschtalstraße zurück, bis zum Campingplatz Ostrauer Mühle.

Der Alltag besteht aus Laufen

Die ersten Schritte am Wandermorgen, sind auch immer ein Körper-Check. Füße, Unter- und Oberschenkel, Rücken, Schulter…. alles da. Meine Waden schmerzen ein wenig, aber ansonsten scheint sich mein Körper tendenziell damit abgefunden zu haben, das Laufen nun zum Tagesprogramm gehört.

Die Schrammsteinaussicht muß wegen der Eisenleitern mit Hunden umgangen werden

Beim Campingplatz geht es bergauf. Wir folgen dem Malerweg auf dem Elbleitenweg zu den Schrammsteinen, einer stark zerklüfteten Felsengruppe. An der Schrammsteinaussicht müssen wir passen. Dieser Weg ist mit Eisenleitern versehen, die für Hunde unzugänglich sind. Also laufen wir alternativ über den Elbleitenweg und nach einigen Stufen wieder am Schrammsteinweg auf den Malerweg.

Felsenpause und Orientierungscheck

Über den Zurücksteig kraxeln wir uns vor und verlieren ein wenig die Orientierung. Deshalb legen wir eine Pause ein und ich erkunde inzwischen ohne Hund + Gepäck, ob wir noch richtig sind.

Pause auf dem Felsen

Nach einigen Kletterpassagen finde ich das lang ersehnte Schild „Malerweg“ und informiere freudestrahlend meine Truppe. Vorbei am Domwächter und den Affensteinen, stoßen wir nach etlichen Metern bergauf wieder auf die Kirnitzschtalstraße.

Käsekuchen !!  Mehr geht nicht

Wir folgen der Kirnitzschtalstraße parallel, bis zum Lichtenhainer Wasserfall, wo wir uns Kaffee und ein Stück Käsekuchen gönnen. Der tösende Wasserfall, der nach kurzem Schleusenöffnen kurz alle Aufmerksamkeit der anderen Gäste auf sich zieht, interessiert uns nicht die Bohne.

Lassen sich durch nix mehr aus der Ruhe bringen – meine Helden

Selbst die Hunde sind mittlerweile bei einer Pause so auf Pause eingestellt, dass sie diese auch sinnvoll nutzen und sich aussruhen, komme was wolle. Katja und ich haben nur Augen für unseren Käsekuchen und ignorieren das Spektakel und alles um uns herum. Kulturbanausen? Nein, jeder kommt auf dem Malerweg an einen Punkt, an dem man Prioritäten setzen muß.

Vom Kuhstall zu den Ferkelschluchten

Weiter geht es bis zum Kuhstall (dem zweitgrößten Felsentor in der saechsischen Schweiz) und auch hier vergesse ich ein Foto zu machen. Wir schauen uns dieses wirkich interessante Felsentor kurz an, wollen aber auch langsam am Etappenziel ankommen. Demnach bekommt auch der Kuhstall leider nicht die Aufmerksamkeit von uns, die er verdient hätte.

Treppauf – treppab aber niemals langweilig

Wir laufen am Wildenstein entlang und über Treppenstufen hinab zu den Ferkelschluchten. Von der Felsenmühle aus ist es nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft der Neumannmühle. Kurz vorm Ziel, schmeiße ich dann noch (warum auch immer) meine GoPro die Böschung hinab und darf noch eine unfreiwillige kleine Kletterpassage einlegen und dann haben wir es geschafft.

Erstes Foto nachdem die Gopro aus der Böschung gerettet wurde

 

Fazit:

Auch wenn ich mich bei einigen Punkten als echte Kulturbanausin outen muss, satt gesehen an der Landschaft, habe ich mich nicht.

Immer wieder schön, die Felsenwände der Sächsischen Schweiz

Unterkunft:

Die Neumanmühle ist eine nette, kleine Wanderunterkunft mit einer kleinen Speisekarte, sehr nettem Ambiente und unterschiedlichen Zimmerkategoriern. Mit Hund(en) kann man nicht im Schlafsaal schlafen (ein Glück). Wir haben daher ein komodiges kleines Zimmer im Holz/Karo Look. Das Bad befindet sich im EG und ist sehr sauber und modern. Der große Vorteil, sie liegt direkt am Weg.

Idylle pur – Museum bei der Unterkunft Neumannmühle

Anforderungen:

Meine Wanderkarte beschreibt diese Tour als „schwer“. Die Broschüre der Sächsischen Schweiz nennt sie „mäßig schwierig bis anspruchsvoll“. Regulär gilt es 17,6 km zu laufen und dabei 668 Höhenmeter bergauf und 753 m bergab zu überwinden. Wir sind insgesamt 33.173 Schritte und 20,82 km gelaufen.

Die Hunde freuen sich über Kletterpassagen

Highlights:

Schrammsteine, eine stark zerklüftete Felsengruppe, Käsekuchen am Lichtenhainer Wasserfall, Kuhstall, Neumannmühle + Museum.

Hunde:

Die Umgehung der Eisenleitern am Jägersteig(Schrammsteinaussicht) ist über den Elbleitenweg- und den Zeughausweg möglich. Diese Leitern waren auch für uns unpassierbar. Eine Umgehung der Leiter am Kuhstall ist über den Hinteren Kuhstallweg (roter Strich) möglich. Wir sind sie allerdings mit den Hunden gelaufen. Wenig Bademöglichkeit auf dieser Strecke.

Gigantischer Wurzelbaum

Tipp:

Ausreichend Proviant und Wasser einpacken. Auf´s Wesentliche konzentrieren. Steinmännchen bauen. Käsekuchen essen.

Hmmmh…wir sind nicht die ersten hier

Kosten:

Euro 98,00 für die Übernachtung im DZ Berghütte Neumannmühle für zwei Personen inkl. Frühstück und zwei Hunde.

Hier geht es zur 3. Etappe

HIer geht es zur 2. Etappe

Hier geht es zur 1. Etappe

 

 

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