Malerweg mit Hunden – 3. Etappe

 

Malerweg mit Hunden  – 3. Etappe

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir um 8:45 Uhr unsere Malerweg Tour von Hohnstein nach Altendorf. Katja ist nervös, denn der Reiseführer prophezeit über 800 (!) Treppenstufen in den tiefen Grund hinunter. Aber es nützt ja nichts. „Mit gehangen – mit gefangen“, polter ich ihr entgegen. Mit schlauen Sprüchen kenn ich mich aus. Also Rucksack geschultert und los. Bevor wir den eigentlichen Weg einschlagen, darf Jack noch mal im Polenz baden. Versprochen ist versprochen (s. Beitrag 2. Etappe).

Jack darf noch mal schnell baden, bevor es los geht

Panoramablick bei der Brandaussicht

Von der Pension aus geht es über eine Brücke bergan in die Natur, um dann weiter hinab in den Bärengarten zu steigen. Auf einem Waldwanderweg laufen wir in Richtung Brandaussicht mit Nationalpark Infostelle. Später folgen wir einem Waldweg zur Brandaussicht. Ausblick genießen ist hier Pflichtprogramm, daher pausieren wir kurz. Trotz Wolken, ist dieses Panorama wirkich traumhaft.

Pause in der Brandaussicht

„Schöne Beine, schöner Po“

Das Schlimmste am pausieren ist allerdings, wenn man am Ende den Rucksack wieder schultern muß. Autsch, aber ich will ja nicht jammern. Das überlass ich heute Katja, denn gleich folgt die Passage mit den 800 (!) Treppenstufen.

Step by Step

Schöne Beine – schöner Po“ lautet unser Mantra, welches verhindern soll, dass eine von uns während des Abstieges in Tränen ausbricht. Die Hunde meistern das übrigens toll und hüpfen munter die Stufen hinab, als ob sie den ganzen Tag nichts anderes täten.

Hedda, gut getarnt, im Treppenwald

Kartoffelpuffer in Waitzdorf

Nachdem wir stolz „Im Grund“ angekommen sind, belohnt uns der Weg mit einem kurzen Stück neutraler Strecke, bevor es wieder bergauf geht nach Waitzdorf. Dort angekommen gönnen wir uns eine Pause und lecker Kartoffelpuffer mit Apfelmus und Zimt, in der Waitzdorfer Schänke.

Pause in der Waitzdorfer Schänke

Die weitere Strecke ist weniger anstrengend und führt uns über dem Mühlweg zu Kohlmühle und ins Sebnitztal bis zur Schwarzbachmündung. Unser Etappenziel Altendorf, wäre hier eigentlich erreicht, doch die nächste Unterkunft liegt etwas abseits. Also laufen wir den Malerweg noch ein Stück weiter bis zum Ostrauer Campingplatz, um dann entlang der Kirschnitztalstraße zum Hotel Forsthaus, unserer heutigen Unterkunft, zu gelangen. Auf der Sonnenterasse gönnen wir uns vorab ein Radler. Jack ist voller Zecken, die versuchen durch sein Fell an einen Andockplatz zu gelangen. Ich versuche abzusammeln, was abzusammeln geht und nehme mir vor, ihn morgen noch intensiver mit Kokusöl einzureiben.

Im Zimmer erwartet uns dann unser erstes Paket mit den Futterrationen der nächsten Tage und einem Kauknochen für die Hunde. Nachdem die Hunde abgefüttert sind, gehen auch wir essen. Den ganzen Tag frische Luft und die Bewegung sorgen dafür, dass wir Hunger wie nie haben. Diesen Abend bestellen wir uns jeder zwei Portionen Pasta in Gorgonzolasoße und lassen (selbstverständlich) keinen Krümel über.

Fazit:

Die 800(!) Treppen waren gar nicht so schlimm, wie ursprünglich erwartet. Oder lag´s am Mantra?? Jedenfalls nehmen wir uns vor, uns nicht mehr verrückt machen zu lassen von irgendwelchen Reiseberichten. Obwohl die Tatsache, dass diese Tour als „mittel“ ausgeschrieben wurde und die „schwierigen“ Touren erst noch kommen, oje.

Landschaftlich kamen wir jedenfalls voll auf unsere Kosten. Wieder war alles vertreten von abenteuerlichen Urwäldern, tollen Aussichten, schönen Felsen, plätschernden Bächen….

Ein Felsenhai

Unterkunft:

Die paar Kilometer zum Hotel Forsthaus waren im endeffekt nicht der Rede wert. Lediglich an der Straße lang laufen nerft. Und wir sind anfangs auch noch in die falsche Richtung marschiert und mussten wieder umdrehen. Shit happens. Aber du kannst auch die Strecke (eine Station) mit der historischen Kirnitzschtalbahn fahren. Die ist allerdings ziemlich laut, jedenfalls für Jack. Deshalb erspare ich ihm diesen Part und laufe lieber. Das Hotel Forsthaus hat uns mit Hundenäpfen, Leckerchen, einer Hundedecke und unserem Futterpaket begrüßt.

Anforderungen:

Meine Wanderkarte beschreibt diese Tour als „mittel“. Die Broschüre der Sächsischen Schweiz nennt sie „mäßig schwierig“. Regulär gilt es 11,7 km zu laufen und dabei 412 Höhenmeter zu überwinden. Wir sind insgesamt 33.917 Schritte und 21,91 km gelaufen.

Highlights:

Polenztal – Brandaussicht mit Nationalpark Infostelle – Kartoffelpuffer mit Apfelmus+Zimt – Ochelaussichten – Urwald

Ab in den Urwald

Hunde:

Für die Hunde gibt es auf dieser Etappe keine Einschränkungen. Im Gegenteil, unsere hatten beim Rauf und Runter laufen der Naturtreppen richtig Spaß. Kühle Bäche und die wilde Natur, machen diesen Tag auch für Hunde abenteuerlich.

Tipp:

Auf Zecken achten. Auf dieser Etappe haben wir Zecken wie nie entdeckt. Die halbe Nacht (ok, das ist übertrieben) habe ich Jack noch abgesucht und bin immer wieder pfündig geworden. Wer mit Zelt unterwegs ist, kann auch auf dem Campingplatz Ostrauer Mühle nächtigen. Dieser liegt diretk am Malerweg. In den dort ebenfalls vorhandenen Unterkünften sind Hunde allerdings nicht erlaubt.

Kosten:

Euro 128,00 für die Übernachtung im DZ Hotel Forsthaus für zwei Personen inkl. Frühstück und zwei Hunde.

Euro 3,00 Kurtaxe

Für insgesamt Euro 69,40 haben wir dann noch gefuttert und getrunken.

Wohlmir, dass mir noch unverwöhnet, die Lockung der Natur gefällt. Solch eine Gegend, Freund, versöhnet mich mit dem Überdruß der Welt. Man wird des Lebens überdrüssig, bei aller Ebb´und Flut der Stadt. Doch hier, geschäftig oder müßig, wird keiner seines Daseins satt.

Moritz August von Thümmel

 

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