Malerweg mit Hund(en) – 7. Etappe

Malerweg mit Hund(en) – 7. Etappe

Der vorletzte Tag unserer Malerwegtour beginnt in Gohrisch. Das Wetter ist heute viel besser und ich freue mich riesig auf diese Tour, denn wir laufen zum Pfaffenstein. Dort waren wir letztes Jahr bereits mit Toddy  (s. „warum du das Elbsandsteingebirge lieben wirst“) und total begeistert, weshalb ich meine lauffreudigen Beine nun kaum zügeln kann. Apropos, der heutige Körpercheck endet auf allen Ebenen im grünen Bereich. Anscheinend haben sich unsere Körper nach 6 Tagen an ihre neue Aufgabe gewöhnt und protestieren nicht mehr. Folge uns…..

Manchmal wird es auch eng auf dem Malerweg

Eine Etappe zum verlieben….

Über den Muselweg, dem Jagdsteig, dem Königsweg und dem alten Schulweg laufen wir fröhlich, direkt Richtung Pfaffenstein. Ich genieße den Tag und das tolle Gefühl wieder in Bewegung zu sein. Ohne genau zu wissen welche Ausblicke, Erlebnisse und Unterkünfte uns heute erwarten, möchte ich dieses Freiheitsgefühl noch einmal bewusst spüren, geniessen und festhalten, bevor uns die Strukturen des Alltags wieder in ihren Bann ziehen und kaum Raum und Zeit für Neues und Abenteuer bieten.

Oje, ich werde melancholisch….

Umgehungen und Findelkinder

Am Pfaffenstein nehmen wir den „leichten“ Anstieg, weil das Nadelöhr mit Eisenleitern versehen ist, die für Jack nicht passierbar sind. Direkt nach den ersten Stufen entdeckt Katja ein kleines Federbüschel zusammengekauert in der Ecke hocken. „Es“ atmet noch und wir beschließen es liegen zu lassen, in der Hoffnung, dass die Mutter es weiter versorgen wird. „Oben“ angekommen, mache ich mir Sorgen um unseren kleinen, gefiederten Freund und frage die Bedienung vom Restaurant Pfaffenstein, ob sie dem Förster bescheid geben kann. Der Pfaffenstein wird gut besucht und den Aufstieg wo der kleine Kerl hockte, wird von vielen Hundebesitzern genutzt. Sie verspricht sich zu kümmern.

Der Weg zur Barbarine

Hundetaugliche Leitern und enge Klammen, führen uns zur Barbarine, eine der bekanntesten Felsen der Sächsischen Schweiz. Es soll sich dabei um eine versteinerte Jungfrau handeln, obwohl uns die Barbarine rein optisch an etwas völlig anderes erinnert…. Aber egal. 

Die Barbarine auf dem Pfaffenstein

Auf den glatten Steinen machen wir kurz Rast, schießen jede Menge Fotos und genießen die Aussicht. Es ist soo schön hier. Und wieder möchte ich den heutigen Tag noch etwas hinauszögern, um diese Momente möglichst lange festzuhalten.

Dankbar und glücklich über die Pause mit Weitsicht

Im Restaurant Pfaffenstein gönnen wir uns Kuchen und Eisschokolade. Empfehlenswert ist hier auch eine Hauptmahlzeit. Das Restaurant bietet wirklich tolle vegetarische, vegane und Biogerichte an.

Noch einmal mit allen Sinnen genießen

Ein Wandermitstreiter gibt uns den Tipp, der roten Markierung zum Luftballon zu folgen. Dort sind kaum Touristen und man genießt eine grandiose Aussicht auf Tschechien. Gesagt, getan und es hat sich wirklich gelohnt.

Büschen Posen am vorletzten Wandertag

Wir können nicht ewig bleiben und haben noch ein gutes Stück vor uns, daher laufen wir den leichten Abstieg wieder zurück. Unten angekommen treffen wir auf einen „alten“ Bekannten.

Wiedersehen macht Freude

Unser plüschiges Findelkind wird gerade vom Förster in Sicherheit gebracht, bzw. es wird versucht, Leopold von Pfaffenstein (so haben wir den kleinen Kerl getauft) in einem anderen Horst unterbringen, damit er dort weiter versorgt wird. Dort wo er lag, wird die Mutter ihn nicht weiter versorgen, da der Weg stark frequentiert und schwer zugänglich ist. Außerdem gehen jede Menge Hunde diesen Weg entlang, um das Nadelöhr zu umgeben. Unter diesen Umständen, wären seine Überlebenschancen ziemlich gering. Wir drücken „Leo“ alle Daumen.

Findelkind Leopold von Pfaffenstein

Geklaute Wegweiser und irritierte Wanderinnen

Der nette Förster erklärt uns dann auch noch den weiteren Weg, denn irgendwelche Idioten haben den Malerweg Wegweiser geklaut und wir wirkten wohl aufgrund der Tatsache des fehlenden Hinweises ziemlich ratlos.

Ausblicke auf dem Pfaffenstein

Wir wandern Richtung Quirl und erreichen über Pfaffendorf, die Stadt Königstein. Wir gönnen uns einen Kaffee, bevor es weiter bergauf zum Königstein geht. Parallel zur Elbe, laufen wir schließlich nach Weißig, bis wir unsere Unterkunft, den Laasenhof erreichen.

SO seh´n Helden aus…. Schallalalalaaa

Fazit:

Meine absolute Lieblingsetappe. Angefangen von den grandiosen Aussichten über die tollen Wege und diese super Einkehrmöglichkeit auf dem Pfaffenstein. Diese Tour macht einfach Spaß.

Unterkunft:

Der Laasenhof ist eine, für meine Verhältnisse, edle Unterkunft mit tollem Ausblick auf die Bastei. Wir wurden freundlich empfangen und haben uns sehr wohl gefühlt. Die Hunde hatten wir, wie fast immer, beim Abendessen und Frühstück im Zimmer geparkt.

Anforderungen:

Diese Tour ist als leicht bis mäßig schwierig beschrieben. Offiziell ist die Strecke 15,4 km lang und wird mit einer Gehzeit von 6 Stunden angegeben. Wir waren wegen der Umwege 22,92 km und 7 Stunden unterwegs.

Highlights:

Pfaffenstein, die Barabrine, die grandiose Aussicht, das tolle Restaurant Pfaffenstein…. und natürlich Leopold von Pfaffenstein (möge er wachsen und gedeihen).

Hunde:

Die Hunde waren wie immer toll und fanden diese Tour (soweit ich das beurteilen kann) auch prima. Mehrfach hab ich mich gefragt, ob Hunde Landschaft, Umgebungen und Aussichten auch wahrnehmen und als schön empfinden. Ganz ehrlich? Ich glaube, ja.

Tipp:

Vom Pfaffenstein aus der roten Markierung Richtung Luftballon folgen. Zeit und Müßiggang einplanen und genießen.

Kosten:

Die Übernachtung in der Pension Laasenhof hat uns inklusive Frühstück Euro 52,00 Euro pro Nase gekostet. Die Hunde waren mit Euro 6,- pro Hund dabei.

2 Gedanken zu „Malerweg mit Hund(en) – 7. Etappe

    1. travel-dogs.de Beitragsautor

      Das kann ich nur doppelt zurück geben. Es war toll Dich dabei gehabt zu haben und danke auch, dass ich Dir in dieser Woche „Hedda“ anvertrauen durfte und Du sie wie Deinen eigenen Hund behandelt und beschützt hast. LG Inga P.S.: Der GR20 Traum steht noch 😉

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