Der perfekte Nordsee Kurztripp

Der perfekte Nordsee Kurztripp

Eine Kurzausszeit mit dem Wohnmobil ist nicht nur cool, sondern wie ein kleiner Urlaub. Wir haben Fernweh, aber mit dem Samstag und Sonntag  nur zwei Tage Zeit. Die Wettervorhersage verspricht das beste Wetter an der Nordsee, womit sich die Frage nach dem „wohin?“ erübrigt. Worauf also noch warten?

Wir packen unser Womo…..

…und nehmen mit? Ein paar Klamotten, Kamera, Kulturtasche und natürlich Hedda und Jack! Erstere kann es kaum erwarten und springt sofort ins Womo, sobald es auf dem Hof steht.

Hedda will endlich los

Noch ist der Himmel wolkenverhangen, aber die Aussicht soll besser werden. Nix hält uns jetzt noch auf. Unser erstes Tagesziel ist „SPO“ alias Sankt Peter Ording. Denn seit das ehemals biedere Sankt Peter Ording hipp geworden ist, passt der piefige Name nicht mehr, deshalb sagt man jetzt SPO (gesprochen: ÄS-PI-OH). Das nur mal so am Rande. Über die A 23 geht es los und in weniger als 1,5 Stunden sind wir auch schon da.  Ja, ja wir glücklichen…..ich sag nur: „Augen auf bei der Wohnortwahl.“

SPO und so

SPO besteht aus vier Teilen. St. Peter-Ording, -Bad, -Dorf und -Böhl. Wobei der Ortsteil Böhl am ruhigsten ist und zudem über drei Campingplätze verfügt. Auch ein Parkplatz direkt am Strand befindet sich hier. Übernachten ist leider verboten. Zwei Womo-Stellplätze befinden sich in Dorf. Dieser Bereich gilt als ältester Ortsteil. Ording hat schon fast einen ländlichen Charakter und hier gibt es den bekannteren der beiden großen Strandparkplätze. In Bad, unserem heutigen Tagesziel, tobt das Leben. Wir parken unser Womo kostenlos am Kurpark (s. Infokarte weiter unten).

Blick auf die Pfahlbauten

Zu Fuß geht es dann durch einen Park, bis wir die Straße „Im Bad“ kreuzen und direkt auf den Laden „Hund von Eden“ zusteuern. Hier gibt es alles, was Hund und Mensch glücklich macht.

Die größte Sandkiste Europa´s

Nur mit viel Mühe gelingt es mir Hedda wieder aus dem Laden zu ziehen, um der Straße zu folgen, die uns zum Strand führt. Es gibt inzwischen zwei offizielle Freilaufflächen in SPO, die möchte ich mir unbedingt anschauen. Ein Holzweg führt uns über die Dünen und über diese wunderschöne Landschaft.

Wunderschöne Weite

Am Pförtnerhäuschen müssen wir Euro 2,- pro Nase abdrücken und dann stehen wir auch schon in der größten Sandkiste Europa´s. Trotz regem Treiben hat man wunderbar die Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen. So herrlich weitläufig ist alles.

SPO alias größte Sandkiste Europa´s

Wir genießen unseren Strandspaziergang und beim offiziellen Freilauf dürfen Heddda und Jack dann auch endlich frei laufen.

Offizieller Hundeauslauf im Orsteil „Bad“

Natürlich erst, nachdem das perfekte Foto im Kasten ist. Das ist nunmal das Schicksal von Blogger-Hunden.

Endlich laufen…..

Übrigens, wer wissen möchte, wie das mit dem perfekten Foto funktioniert, der sollte sich mal meinen kleinen Fotoworkshop angucken.

Auf dem Rückweg halten wir nochmal beim o.g. Hundeshop, um etwas Knabberkram zu kaufen. Hedda bedient sich frecher Weise direkt an der Spielkiste und zieht stolz ein Strickmänchen aus dem Korb. Ich entschuldige mich (mal wieder) für meinen Hund und kaufe den beiden die versprochenen Kaustangen.

Westerhever Leuchtturm

Wir fahren weiter, denn wir wollen uns Westerhever anschauen. Genauer gesagt, den berühmten Leuchtturm von Westerhever, der Dank einer niedersächsischen Bierbrauerei, eines der prominentesten Bauwerke von Eiderstedt ist. Und da dieser Leuchtturm gleich um die Ecke liegt, ist es praktisch unsere touristische Pflicht, diesem berühmten Highlight einen Besuch abzustatten.

Leuchtturm Westerhever – wie das Land so das…..

Gesagt getan. Wir parken für kleines Geld in Westerhever, wo man auch Souveniers, Fischbrötchen, Lammwürstchen usw. kaufen kann. Nach 20 Minuten Fußmarsch mit unzähligen Wildvögeln, Schafen und dieser unglaublichen Weite, stehen wir vor dem imposanten Bauwerk.

Auf zum prominentsten Bauwerk von Eiderstedt

Mittlerweile wird der Leuchtturm von Tönning aus bedient, so das in den Häusern keine Leuchtturmwärter mehr wohnen. Picknicktische stehen draußen für eine Rast bereit und wer will, der kann auch auf den Leuchtturm steigen und von oben diese typisch, nordische Weite bewundern. Auf gleicher Strecke führt es uns zurück zum Womo.

Die Holländerstadt – Friedrichstadt

Unser nächstes Ziel und gleichzeitiges Nachtlager, heißt Friedrichstadt. Wir nutzen den zentralen Friedrichstädter Wohnmobilstellplatz „Am Halbmond“ mit Hundefreilauf und Kräuterhochbeet. Mein Mann findet übrigens die überdachte Ver- und Entsorgungsstation und die erhöhte Grillwarft spektakulärer und erwähnenswerter.

Friedrichstadt

Nunja, jedem das Seine. Wir spazieren fröhlich durch Friedrichstadt und legen auf dem historischen Marktplatz eine Eispause ein, denn die Sonne kommt raus. Umgeben von der Eider und der Treene fühlen wir uns tatsächlich etwas wie in Klein Amsterdam. Paddelfreunde kommen hier sicher gut auf ihre Kosten.

An der Treene

Zurück am Platz genießen wir die Abendsonne und einen Aperitif, bevor es zum Essen noch mal in die Altstadt geht. Herrlich – watt ham wir dat schön!!!

Verdienter Kauspaß für Hedda & Jack

Keine Nordseetour, ohne einen Besuch bei „meinen“ wilden Koniks

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück in der Sonne, machen wir uns auf und fahren zum Wöhrdener Loch nach Speicherkoog. Hier leben u.a. wilde Koniks, die ihren Dienst als Landschaftsgärtner nachkommen. Die Beobachtungshütte ist leider abgebrannt. Aber die Koniks sind da und grasen friedlich ihr Weideland ab. Mir geht, wie immer wenn ich hier bin, das Herz auf.

Wilde Koniks am Wöhrdener Loch

Schnell schiesse ich noch ein paar Fotos, dann laufen wir am Deich entlang (zur Zeit ist da eine riesige Baustelle auf Höhe Büsum Deichhausen) nach Büsum rein.

Hafen von Büsum

Am Hafen Essen wir eine Kleinigkeit, treffen eine liebe „alte“ Freundin aus Sportzeiten und freuen uns des Lebens. Auf gleicher Strecke führt uns der Weg wieder zurück.

Am Deich entlang gehts zurück

Standesgemäß wird vor der Abfahrt noch ein Käffchen im Strand Pavillion genossen, bevor es wieder Richtung Heimat geht.

Fazit:

Eine sehr gelungene und abwechslungsreiche Tour. Wieder einmal hab ich Neues entdeckt und lieb gewonnen. Eiderstedt ist liebevoll charmant, ohne aufdringlich zu sein und bietet seinen Gästen viel mehr als einen unendlich weiten Himmel, einer frischen Brise Meer und jeder Menge Schafe. Kurzum, Eiderstedt ist ideal für die Lang- und/oder Kurzzeiterholung. Hält man sich zudem noch an den Halter Knigge, ist man auch mit zwei Hunden, überall gern gesehen.

Twins Lämmer

Die wichtigsten Eckpunkte unserer Tour, habe ich in dieser Karte festgehalten:

Info’s und Eckdaten:

Literatur Tipp:

Mit dem Wohnmobil nach Schleswig-Holstein – Band 4 aus der Womo-Reihe von Rainer Klee. Beim Klick auf das Buch, landest du über einen Afiliate Link bei Amazon und kannst diesen Reiseführer käuflich erwerben. In dem Fall würde ich dann einen kleinen Obolus erhalten.

Nützliche Links und Tipps:

Stellplatz Friedrichstadt Zentraler Stellplatz, sehr gepflegt mit vielen Annehmlichkeiten wie Hundeauslauf, Kräuterhochbeet, Festzelt, Waschmaschine, Toilette, Dusche …..

Stellplatz Am Halbmond

Alles zum Thema Hund in Sankt Peter Ording inkl. der Hundeauslaufgebiete.

Shopping Tipp: Hund von Eden Schöner, individueller Laden. Hier kannst du auch Hundebetten oder ein Lastenfahrrad mieten.

Nicht jeder hat ein Wohnmobil. Diese Tour kannst du natürlich auch genauso mit dem Auto machen. Deshalb findest du hier und hier hundefreundliche Unterkünfte in SPO oder hier in Friedrichstadt.

Friedrichstadt von oben

Du hast weitere Tipps und Anregungen für mich? Lass es mich doch bitte wissen. Ich würde mich sehr freuen! Bis dahin wünsche ich dir

viel Spaß bei allem was du tust !

Alles Liebe Inga

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*